Internationales Aikido-Jugend-Camp in Dinkelscherben

„Die Kraft findet man nicht in den Sternen noch auf dem tiefsten Grund des Meeres… jeder trägt sie in sich“ (Jean-Pierre Fillaut)

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Jean-Pierre Fillaut, der von Allen nur Jean-Pierre genannt werden will, ein Name, der schon verrät, was für Aikido er macht. In Verbindung mit einem Kinderlehrgang!? Na klar, er verlangte ja auch keine „Entlohnung“ sondern wünschte nur, den Zug von Paris nach Augsburg gezahlt zu bekommen und wieder zurück. Und somit kam es dazu, dass dieser Wochenendkurs zustande kam, auf dem nicht nur die Kinder und Jugendlichen etwas lernen konnten, sondern auch die Erwachsenen und vor allem auch Jean-Pierre selbst…

[2009-09-26_10-04-31]-P9260147+Im Dojo herrscht Disziplin. Zuspätkommen ist untersagt. „Wenn ihr hier zu spät kommt, ist das so, als ob ein weltberühmter Pianist ein Konzert gibt und er gerade die schönsten Töne aus diesem Klavier hervorbringt, als plötzlich die Tür aufgeht und eine Horde von Menschen hereinkommt. Die Zauberei ist verflogen, der Moment zerstört. Deshalb werden die Türen am Anfang des Konzerts geschlossen, damit niemand mehr hereinkommen kann…“

Auf der Tatami herrscht Ruhe. Ebenfalls muss Respekt vor dem Meister gezeigt werden. Er betonte, damit meine er nicht sich, sondern Meister Ueshiba, der über uns wacht. „Setzt euch niemals mit dem Rücken ihm zugewandt vor ihn, sonst kann er nicht sehen, was wir machen!“

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Im Dojo wird gearbeitet. Hart gearbeitet. „Wenn früher jemand zu Meister Nocquét gegangen ist und sagte:`Ich bin müde, ich kann nicht mehr.´, meinte Nocquét nur:`Wenn du müde bist, dann hast du Aikido nicht verstanden.?“ Also waren wir nicht müde. Wir arbeiteten hart. Aber wir lachten auch viel.

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„Ich erzähle euch nun eine Geschichte, die Meister Nocquét gerne erzählt hat: In Indien gab es vor langer, langer Zeit sehr, sehr viele Götter. Sie sahen vom Himmel auf die Menschen hinab, denen sie eine große Kraft gegeben hatten. Die Menschen konnten die schönsten Sachen mit dieser Kraft vollbringen.
Doch eines Tages änderte sich Alles: Die Menschen schufen keine schönen Gebäude mehr, nein, sie fingen an, sich zu bekämpfen.
Die vielen indischen Gottheiten waren verzweifelt. Da schlug ein kleiner Gott vor: `Lasst uns ihnen die Kraft wegnehmen und sie hoch oben zu den Sternen tun.´ Die anderen Gottheiten jubelten. Da widersprach ein noch kleinerer Gott:`Aber die Menschen sind nicht dumm, sie sind intelligent. Sie werden Maschinen bauen, um hochzufliegen und sich die Kraft von den Sternen holen.´ Die vielen indischen Gottheiten waren verzweifelt.
Da meldete sich ein viel kleinerer Gott: `Ich hab´ ne Idee: Wir nehmen die Kraft und legen sie ganz unten, am tiefsten Punkt des Meeres ab.´ Die anderen Gottheiten jubelten. Da widersprach ein noch viel viel kleinerer Gott: `Aber die Menschen sind nicht dumm, sie sind intelligent. Sie werden Maschinen bauen, um an den Meeresboden tauchen zu können und sich die Kraft wiederholen und Alles geht wieder von vorne los.´ Die vielen indischen Gottheiten waren verzweifelt.
Da meldete sich ein ganz ganz ganz winziger Gott: `Ich hab´ ne Idee. Wir nehmen die Kraft und stecken sie den Menschen in den Bauch. Da können sie lange suchen und werden sie aber nie finden…´ Und so geschah es dann.
Alle Menschen haben also die Kraft in ihrem Bauch (Das Zentrum, ihr wisst schon=)), sie müssen sie nur finden…

[2009-09-26_10-27-12]-P9260161+Eine seiner letzten wichtigen Erklärungen war unter anderem: „Aikido passiert nicht im Kopf, Aikido passiert allein im Herzen. Mit meinem Partner muss ich liebevoll umgehen, denn er ist ein Partner und kein Gegner.“

„Es gibt zwei Dinge, die unendlich sind: Die Kraft in euch und die Liebe. Denkt daran, wenn ihr Aikido macht.“

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Danke Jean-Pierre. Wir sind froh, dass du nächstes Jahr ebenfalls den Kurs machen wirst.

Sarah

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