Liebe Aikidoka,
leider musste ich mich die letzten Tage einem neuen Grippevirenstamm widmen, der sich freundlicherweise bereit erklärt hat, mein Immunsystem zu trainieren. Seit heute sind die Gliederschmerzen soweit abgeklungen, dass ich am kommenden Mittwoch, den 20. Februar wieder unterrichten kann. Um die Sache einfach zu machen und damit Ihr nur einmal in unseren Blog schauen müsst, geben wir an beiden Terminen allen ab Orangegurt die Chance, sich im Haifischbecken zu bewähren.
Obwohl, eigentlich sollte ich besser Krokodilbecken sagen, aber wenn Ihr wissen wollt, weshalb, dann müsst Ihr hier unten auf »More« klicken.
Sensei Emmerson erzählte vor Jahren die Geschichte von einem stinkreichen Mann, der sich so sehr langweilte, dass er sich für seine nächste Party ein besonderes Highlight einfallen lies. Als alle Gäste auf seiner Party schon gut gelaunt und vom teuren Champagner gelockert waren, bat der reiche Mann seine Gäste in einen bislang ungeöffneten Bereich seines Anwesens, in dem sich ein ausgedehnter Seerosen-Teich befand. Er stellte sich auf einen erhöhten Platz an einem Ende des Teichs und bat seine Gäste um Aufmerksamkeit.
»Liebe Freunde,« sagte der Mann, »in diesem Teich befinden sich einige ausgehungerte Krokodile, die nur darauf warten, dass etwas – oder jemand – in ihren Teich fällt. Das vorneweg. Wie Sie wohl alle wissen, verfüge ich – sagen wir – über ein gewisses, durchaus einzigartiges Maß an finanziellen Mitteln, die ich im Wesentlichen meinem ebenso einzigartigen Wissen über die globalen Geldströme verdanke. Doch Wohlstand allein ist nicht alles und so schätze ich mich glücklich, dass meine leider zu früh von mir gegangene Gattin mir eine bezaubernde Tochter geschenkt hat. Mein Augenstern wird diesen Monat volljährig und so habe ich mir gedacht, dass es an der Zeit wäre, ihr einen passenden Gefährten zu suchen, der sich durch eine Reihe außerordentlicher Eigenschaften auszeichnen sollte.«
»Aus diesem Grunde habe ich beschlossen,« fuhr der gelangweilte Reiche fort, »demjenigen, der als erster meinen Teich mit diesen entzückenden, ausgehungerten Krokodilen durchquert, eine ganz besondere Belohnung zukommen zu lassen, die er sich sogar selbst aussuchen kann. Wahlweise schenke ich ihm die Hälfte meines Vermögens, gebe ihm eine Million Euro und weise ihn in die Geheimnisse der Finanzplätze dieser Welt ein, damit er die Million verzehnfachen oder je nach Glück und Geschick verhundertfachen kann, oder ich gebe ihm die Hand meiner Tochter Ricarda Valeria Anastasia und heiße ihn als meinen Schwiegersohn in meiner Familie willkommen.«
Das Raunen, das schon während seiner Rede durch die Menge gegangen war, wollte sich gerade zu einem vielstimmigen Geschrei verstärkten, als es jäh von einem unfassbaren Geräusch zum Schweigen gebracht wurde:
Platsch! Ein Mensch war in den Teich mit den Krokodilen gesprungen!
(Fortsetzung folgt!)